Die Zahlen auf dieser Seite werden bei jedem Aufruf frisch aus der Datenbank der Europäischen Zentralbank geholt. Frisch geholt heißt aber nicht bei jeder Reihe frisch gerechnet: Die Geldmengen laufen monatlich weiter, der deutsche Verbraucherpreisindex nicht — die EZB hat den ICP-Datensatz zum 04.02.2026 aufgegeben, die Reihe endet mit Dezember 2025. Das steht an jeder betroffenen Zahl und unten in den Quellen. Jede Angabe hat eine Quelle mit Datum. Wo eine verbreitete Behauptung über die Daten hinausgeht, steht das hier ausdrücklich dabei.
Daten werden geladen …
Der Verbraucherpreisindex für Deutschland (HICP) misst, was ein Warenkorb kostet. Steigt er, kauft derselbe Betrag weniger. Der Rechner nutzt echte Jahresmittel aus der EZB-Datenbank — keine Schätzung, keine Faustformel. Genau deshalb endet er auch dort, wo die Daten enden: Das jüngste vollständige Jahr ist 2025, weil die EZB die Reihe zum 04.02.2026 eingestellt hat. Fortgeschrieben wird hier nichts.
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Wichtig für die Einordnung: Der Index misst Preise, nicht Wohlstand. Ob jemand sich mehr oder weniger leisten kann, entscheidet der Reallohn — der Lohn geteilt durch diesen Index. Dazu unten mehr, Abschnitt 6.
Die EZB zählt Geld in Stufen. M1 ist das sofort verfügbare Geld (Bargeld plus Guthaben auf dem Girokonto). M3 ist die weite Abgrenzung und enthält zusätzlich Termin- und Spareinlagen sowie kurzfristige marktfähige Papiere. Der Bargeldumlauf sind die tatsächlich umlaufenden Scheine und Münzen.
Ehrlich gerechnet: Der linke Teil ist „M3 minus Bargeld“. Das sind ganz überwiegend Sichteinlagen — also Buchgeld —, enthält aber auch Termin- und Spareinlagen sowie Geldmarktfondsanteile. Gemeinsam ist ihnen: Es sind Forderungen gegen ein Institut, keine Scheine im Tresor.
Die verbreitete Erzählung lautet: Eine Bank sammelt Spareinlagen ein und verleiht dieses Geld weiter. So funktioniert es nicht — und das sagen nicht Kritiker, sondern die Zentralbanken selbst. Der Durchlauf zeigt, was bei einer Kreditvergabe wirklich passiert.
Aus „Banken schaffen Geld per Buchung“ folgt nicht „Banken können unbegrenzt Geld schaffen“. Diese Grenzen wirken tatsächlich:
Banken müssen einen Bruchteil bestimmter Einlagen bei der Zentralbank halten. Bei 1 % ist das keine ernsthafte Schranke — und die Reserven werden ohnehin nachträglich beschafft, nicht vorher angespart.
Jeder Kredit muss mit Eigenkapital unterlegt werden, gestaffelt nach Risiko (Basel III / CRR). Das Eigenkapital ist knapp und teuer. Hier endet die Kreditvergabe in der Praxis — nicht bei der Reserve.
Ohne kreditwürdigen Schuldner, der zum geltenden Zins zahlen will und kann, entsteht kein Kredit — und damit kein Geld. In schwachen Jahren schrumpft die Kreditvergabe, obwohl Banken „könnten“.
Die EZB setzt den Zins, zu dem Banken sich refinanzieren. Er wirkt auf Kreditzins und Nachfrage — das zentrale Instrument, mit dem die Geldschöpfung gesteuert wird.
Die Bilanz daraus: Die Reserve ist niedrig, aber die Geldschöpfung ist trotzdem nicht frei. Wer die 1 % als Beweis für Schrankenlosigkeit anführt, hat die falsche Schranke im Blick.
Beide Reihen sind im Startjahr auf 100 gesetzt, damit man den Verlauf vergleichen kann.
Die Geldmenge ist deutlich stärker gewachsen als die Verbraucherpreise. Daraus folgt nicht, dass die eine Linie die andere im Verhältnis eins zu eins nach oben zieht. Der Zusammenhang ist locker, und dafür gibt es nachvollziehbare Gründe:
Kurz: Die Grafik zeigt einen realen, großen Unterschied im Wachstumstempo. Sie zeigt keine bewiesene Ursache-Wirkungs-Kette. Wer sie als solche verkauft, geht über die Daten hinaus.
Dieser Satz fällt oft. Er ist teils belegbar und teils falsch. Beide Seiten gehören nebeneinander, sonst wird aus Aufklärung Stimmungsmache.
ICP/M.DE.N.000000.4.INX wird nicht mehr fortgeschrieben und endet mit
Dezember 2025. Den Grund schreibt die EZB in das Feld OBS_COM derselben
Datenzeilen, die diese Seite ausliest: Zum 4. Februar 2026 ändert Eurostat die
Methodik des HICP; am selben Tag gibt die EZB den bisherigen ICP-Datensatz auf und ersetzt
ihn durch einen neuen HICP-Datensatz. Folge für den Rechner oben: „Heute“ bleibt das Jahr
2025 und altert weiter, je länger der 04.02.2026 zurückliegt — die Seite weist das
Alter der Reihe deshalb in Monaten aus, statt es stillschweigend hinzunehmen. Der
Kaufkraftverlust bis zum echten Heute ist entsprechend größer als hier gezeigt.
Eine geschätzte Fortschreibung wäre keine belegte Zahl mehr und findet hier nicht statt.
Reihe im Rohformat prüfen (CSV, Spalte OBS_COM)Alle Zahlen dieser Seite stammen aus den genannten Primärquellen und werden bei jedem Aufruf frisch geladen (Zwischenspeicher 24 Stunden, um die EZB-Schnittstelle nicht unnötig zu belasten). Rechenweg und Datenstand stehen jeweils an der Zahl. Frisch geladen heißt: der Abruf ist aktuell — nicht zwingend die Reihe dahinter. Die Geldmengen werden monatlich fortgeschrieben, der Preisindex seit Dezember 2025 nicht mehr (siehe Punkt 2). Diese Seite überträgt die Frische des Abrufs deshalb nicht auf die Daten.